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+++ G20 +++ GdP-Vize beim Nachrichtensender N24

Radek: Manche Einsatzkräfte noch mit Überstunden vom G7-Gipfel in Elmau angereist

Berlin/Hamburg.

Wenige Stunden vor dem Eintreffen der Staatsgäste zum G20-Gipfel in Hamburg und dem Beginn einer von der Polizei als womöglich brenzlig eingeschätzten Demonstration von Gipfelgegnern sieht der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Jörg Radek die Polizei in der Hansestadt gut vorbereitet. „Nervosität ist nicht zu verspüren, nachdem was meine Kolleginnen und Kollegen uns berichten“, sagte Radek am Donnerstagvormittag in einem Studiogespräch beim TV-Nachrichtensender N24 in Berlin. Radek kritisierte jedoch die große Belastung der eingesetzten Kräfte. Viele Beamtinnen und Beamte seien noch mit Überstunden des vergangenen G7-Gipfels aus dem bayerischen Elmau Mitte 2015 angereist. „Aber trotzdem, das sind Profis, die mit großer Gelassenheit in diesen Einsatz gehen“, so der GdP-Vize.

Breiter Erfahrungshintergrund

Die vergangenen Politgipfel hierzulande hätten der Polizei einen breiten Erfahrungshintergrund für die Bewältigung solcher Großlagen geliefert. Das gelte zum Beispiel auch für den Umgang mit Camps von Demonstranten, die als logistische Basis für gewaltsame Aktionen extremistischer Gruppierungen gegen die Polizei häufiger genutzt wurden.

Angesichts von Kritik gegenüber der Wahl Hamburgs als Veranstaltungsort betonte der GdP-Vize, dass es in Deutschland möglich sein müsse, ein Treffen internationaler Regierungschefs durchzuführen. Radek: „Sonst hat unsere Demokratie eine Delle.“ Gleichwohl bedeute der G20-Gipfel eine erhebliche Belastung für die ganze Stadt.

Gut gerüstet:  Die Gefangenensammelstelle setze "bundesweit Maßstäbe", sagte Timo Zill, Sprecher der Polizei Hamburg, Medienvertretern. 400 Festgenomme könnten dort untergebracht werden. Fotos: Holecek