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Nach dem G20-Einsatz:

GdP Niedersachsen begrüßt Sonderurlaub für niedersächsische Einsatzkräfte

Hannover.

Bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen herrscht Erleichterung über die Rückkehr der Einsatzkräfte aus Hamburg. Sie fordert nun eine intensive Nachbereitung des Einsatzes und einen angemessenen Ausgleich. Die GdP begrüßt daher die Entscheidung des niedersächsischen Innenministeriums, der Forderung der GdP nachzukommen und den eingesetzten Beamtinnen und Beamten drei Tage Sonderurlaub zu gewähren.

GdP dankt den niedersächsischen Kräften

Die Rückmeldungen und Erzählungen, die die GdP in den letzten Tagen von den Kolleginnen und Kollegen bekommen hat, machen sprachlos. Der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff dankte den niedersächsischen Kräften für ihre professionelle und aufopferungsvolle Arbeit: „Die Einsatzkräfte haben das Treffen der Regierungschefs gesichert, Versammlungen friedlicher Demonstranten gewährleistet und mussten der brachialen Gewalt militanter Gruppen entgegentreten. Dabei sind sie bis an ihre physischen und psychischen Grenzen gegangen“, sagte Schilff. Die Kolleginnen und Kollegen haben nicht nur von kompletter Erschöpfung und Schlafmangel berichtet, sondern auch von Angst und einer Intensität von Gewalt, die sie noch nie erlebt haben. „Angesichts der schockierenden Brutalität sogenannter Gipfel-Gegner kann man nur sagen: Die Polizistinnen und Polizisten haben oft Leib und Leben riskiert“, so Schilff weiter. Den verletzten Beamtinnen und Beamten wünschte er eine schnelle und gute Genesung.

GdP-Forderung Sonderurlaub

Unterdessen hat die Zeit der Aufarbeitung begonnen. Diese müsse intensiv sein und auch die Frage zulassen, was möglicherweise vermeidbar gewesen wäre, sagte der GdP-Landesvorsitzende. Außerdem müsse die Politik dringend klären, wie mit linksextremen Gewalttätern und Förderern umgegangen werden soll. Die Polizistinnen und Polizisten, die so stark in Hamburg agiert haben, hätten einen spürbaren Dank verdient. „Wir begrüßen es daher, dass das niedersächsische Innenministerium unserer Forderung nachgekommen ist und den eingesetzten Beamtinnen und Beamten drei Tage Sonderurlaub gewährt“, so Schilff. Die GdP erwartet zudem, dass die bisweilen traumatischen Erlebnisse in Nachbesprechungen menschlich, ethisch und fachlich intensiv aufgearbeitet werden.

„Der Einsatz in Hamburg hat mehr als deutlich gezeigt, dass solche Situationen nur mit gut ausgebildeten und besser bezahlten Polizistinnen und Polizisten zu bewerkstelligen sind“, ergänzte Schilff. Deshalb müsse alles darangesetzt werden, die Polizei - nicht nur für Nachwuchskräfte - attraktiver zu machen. Und umso wichtiger sei es, die polizeiliche Arbeit gerecht zu bewerten, für Dienste zu ungünstigen Zeiten höhere Zahlungen zu leisten und die Sonderzahlung wiedereinzuführen.